Traditionelle marokkanische Teezubereitung
Das brauchen wir für unser kleines
Teezeremoniell:
- 2 Kannen (oder 1 Kanne und 1 Wasserkocher)
- grünen Tee
-
Zucker, am besten in Würfelform
- Wasser
-
kleine Teegläser und ein kleines Tablett
Wir dosieren die Zutaten: für 2-3 Personen nehmen wir 2 randvolle Teegläser
Wasser und ein knappes halbes Glas Tee.
In der einen Kanne (oder im Wasserkocher) bringt man ausreichend Wasser zum
Kochen, in die zweite gibt man den Tee (die Teeblätter). Dann gießt man das
kochende Wasser auf den Tee, schwenkt es einmal in der Kanne und gießt es
umgehend wieder fort. Dieser Schritt dient dem Waschen des Tees.
Dann gibt man den Zucker zum Tee in die Kanne, fügt erneut Wasser hinzu und
bringt das Ganze auf kleiner Stufe zum Aufkochen. Wenn das Wasser schäumend aufsteigt,
ist der erste Aufguss (fast) fertig.
Jetzt beginnt die eigentliche Zeremonie: Mit hohem Strahl gießen wir den Tee
in die Gläser und dann sogleich wieder in die Kanne zurück. So löst sich der
Zucker auf und der geschätzte Schaum entsteht.
Der Teezubereiter probiert einen winzigen Schluck. Ist alles in Ordnung?
Sollte der Tee nicht süß genug sein, gibt man nochmal 2 Zuckewürfel hinzu und
gießt alles wieder hin und her. Hat sich inzwischen der Tee zu stark abgekühlt?
Kein Problem, einfach das Ganze kurz (etwa 1 Minute) nachheizen, denn Tee muss
immer heiß sein.
Jetzt den Tee in die Gläser gießen, aber höchstens halbvoll! Der erste
Aufguss ist fertig. Nach der ersten Runde die Gläser und das Tablett mit Wasser
reinigen, denn Tee soll dem Gast immer schön sauber und ansprechend angeboten
werden.
Für den zweiten Aufguss wieder Wasser in die Teekanne geben: ca. 2 Gläser.
Die Kanne wieder auf die heiße Platte, das kennen wir nun schon. Der zweite Tee
ist nach 5-10 min Kochzeit stark genug. Ca. 8 Würfelzucker hinzugeben und wie
beim ersten Aufguss weitermachen.
Beim dritten Tee ist alles wie beim zweiten. Er darf ruhig länger kochen, denn
das Teekraut ist schon recht ausgelaugt. Wenn man etwas Minze griffbereit hat,
kann man sie noch hinzugeben, so ist der letzte Tee schön geminzt.
Das ist gar nicht schwer. Und nicht verzweifeln, wenn der Tee mal so
mal so schmeckt. Bei uns sagt man “Der Tee
gibt den Gemütszustand der Person wieder, die ihn zubereitet hat”. Hinweis: Wenn's mal schneller gehen muss (und auch sonst), sind natürlich auch alle anderen bekannten Zubereitungsmethoden erlaubt. Purismus ist hier sicher fehl am Platz. Tee soll schließlich Genuss sein und Entspannung...!
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